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Kartenlegen

Das Kartenlegen ist nach wie vor mit dem Hauch von Mysterium umwittert. Man fragt sich, wie es möglich ist, dass Karten sozusagen zu uns „sprechen“ können. Und faszinierender noch ist es, dass ein erfahrener Kartenleger zudem in der Lage ist, über die Karten Aussagen über unsere Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit zu machen. Das Mysterium vom Kartenlegen möchten wir gerne etwas für Sie lüften, indem wir Ihnen zeigen, welchen Ursprung das Kartenlegen hat, wie es eigentlich funktioniert, welche Unterschiede es unter den Kartendecks gibt und welche Art von Erkenntnissen oder Hilfestellung Sie von den Karten erhalten.

Im Sinne eines Kartenspiels haben die Wahrsagekarten Ihren Ursprung, wie so viele Spiele, in China. Das Kartenspiel selbst ist wiederum hervorgegangen aus dem Würfelspiel. Das Kartenlegen und das Orakel stehen zueinander also in enger Verwandtschaft, wie man hieran deutlich sehen kann. Im 13. Jahrhundert gelangte das Spiel der Karten dann schließlich nach Europa, wo es erstmal als „Spiel des Teufels“ verschrien war. Doch als der Adel sich dem Spiel verschrieb, wurde es mit einem Male salonfähig.

Das Kartenlegen wurde übrigens durch die Zigeuner aus dem Osten erstmals in Europa etabliert, die die Kunst des Kartendeutens und Wahrsagens mittels Spielkarten schon früh beherrschten. Madame Lenormand, die übrigens die nach ihr benannten Wahrsagekarten erfunden hat, war im 18. Jahrhundert eine bekannte Wahrsagerin. Sie erlangte Berühmtheit, da Sie unter anderem mittels Kartenlegen auch den Sturz von Kaiser Napoleon vorausgesehen hatte. Zu ihrem erlauchten Kundenkreise zählten unter anderem auch die Kaiserin Josephine und die einstige Gallionsfigur der französischen Revolution, Maximilien Robespierre.

Bis heute zieht das Wahrsagen durch Kartenlegen uns in seinen Bann, da wir immer wieder überrascht sind über die Treffsicherheit, die ein geübter und erfahrener Kartenleger bei der Deutung erzielt. Sicher werden Sie sich schon oft gewundert haben, warum es eine solche Vielfalt an Wahrsagekarten gibt und wie diese sich untereinander unterscheiden. Auch dieses Geheimnis um das Kartenlegen möchten wir sehr gerne für Sie lüften und präsentieren Ihnen daher im folgenden eine kleine Vorstellung der gängigen Kartendecks, um unnötige Verwirrungen zu beseitigen.

Das Tarot ist in aller Munde, jeder hat es gehört, manche gesehen, aber was macht das Tarot eigentlich wirklich aus? Einige meinen, dass das Kartenlegen mittels Tarot seinen Ursprung nimmt im antiken Ägypten. Gängiger aber ist die Ansicht, dass sich das Tarot im 14. Jahrhundert aus den Skatkarten entwickelt hat. Die Tarotkarten, vor allem die 22 Großen Arkanen, sind Symbole, die das Unterbewusste wiedergeben. Der berühmte Psychoanalytiker C.G. Jung erkannte bereits die Bedeutung des Tarot für die allgemeine Psychologie.

Durch das Kartenlegen sehen wir Bilder des kollektiven Unterbewusstseins. Um wieder mehr auf die praktische Ebene zurückzukommen, sei gesagt, dass jede Karte des Tarot ein Sinnbild zeigt, welches für eine Eigenschaft oder ein Ereignis steht. Die „Hohepriesterin“ stellt beispielsweise unsere innere Weisheit dar. Wie funktioniert nun eigentlich das Kartenlegen beim Tarot? Das Kartendeck teilt sich in 22 große und 56 kleine Arkanen. Die großen Arkanen haben die Fähigkeit, uns etwas zu lehren. Die kleinen Arkanen sind eingeteilt in vier Farbreihen mit je 10 Zahlenkarten und 4 sogenannte „Hofkarten“. Jede Farbreihe mit dem dazugehörigen Symbol stellt bestimmte Grundzüge des Verhaltens dar. Beim Kartenlegen übermitteln die einzelnen Karten eine bestimmte Botschaft, und wollen Sie dazu auffordern, sich selbst genauer zu betrachten, oder Ihnen zeigen, welcher Weg für Sie momentan notwendig ist.

Oder aber können sie Ihnen auch aufzeigen, wie Sie sich von Zwängen befreien. Das Kartenlegen mit dem Tarot gibt Ihnen Antworten auf die Fragen „Wohin führt mich mein Weg, wie soll ich mich orientieren?“. Das Tarot kann Ihnen einen tiefen Einblick in Ihre Psyche gewähren, Ihre Abgründe, Ängste, aber auch Chancen aufzeigen. Es kann Ihnen aber auch aufzeigen, wie es z.B. um Ihre Partnerschaft bestellt ist. Anhand von verschiedenen Legemustern, mit denen beim Kartenlegen „gearbeitet“ wird, gewinnt der geübte Kartenleger Einblick in Ihre Lebenssituation und kann Ihnen Wege aus Krisen zeigen, Ihnen bei Entscheidungen helfen und insgesamt Orientierung geben, welches der beste Weg für Sie ist.

Die bekanntesten Tarot-Karten sind wohl das Rider-Waite-Tarot und das Crowley-Tarot, die sich aber im Wesentlichen lediglich dadurch als eine Art von Kartenlegen vom traditionellen Tarot unterscheiden, dass die Karten andere Darstellungen aufweisen. Weitere beliebte Wahrsagekarten stellen die Lenormandkarten dar, die, wie bereits zuvor erwähnt, auf die französische Wahrsagerin Madame Marie Lenormand zurückgehen. Die Karten an sich entstammen dem ursprünglichen Tarot. Das Kartendeck zählt 36 Karten, die jeweils mit aussagekräftigen Bildern ausgestattet sind.

Beim Kartenlegen sind die Bilder, die Szenen des normalen Lebens darstellen und in eingängiger und direkter Art und Weise auf uns wirken, dem Kartenleger sehr hilfreich bei der Auslegung und Interpretation. Beispielsweise heißt die Grundbedeutung der „Wolken“ Unklarheiten, die der „Schlange“ Verwicklungen. Beim Kartenlegen werden die umgebenden Karten in die Deutung miteinbezogen und können die Grundbedeutung einer Karte variieren oder eventuell umkehren. Im Gegensatz zum Tarot können konkrete Ereignisse, wie zum Beispiel eine gute Nachricht, beim Kartenlegen entnommen werden.

Die Kipperkarten sind Wahrsagekarten, die vermutlich nach Susanne Kipper benannt sind, die diese um 1873 entworfen haben soll. Ein Kipper-Deck besteht aus 36 nummerierten Karten, auf denen jeweils eine Person oder ein Ereignis abgebildet sind. Typisch für die Kipperkarten sind die Vielzahl von Personenkarten, welche Menschen aus dem Umfeld des Fragestellers darstellen bzw. auch Charaktereigenschaften oder Situationen in denen er sich selbst befindet. Unterstützend wirkt beim Kartenlegen, dass die Bilder recht direkt Situationen wiedergeben, wie z.B. die Karten „Reise“, „traurige Nachricht“ oder „angenehmer Brief“ zeigen.

Die klassischen und ursprünglichen Wahrsagekarten, aus denen sich verschiedene Kartendecks, wie zuvor erwähnt, entwickelt haben, sind die Skatkarten. Hierbei handelt es sich um 32 Karten mit französischem Bild, mit den Farben Karo, Herz, Kreuz und Pik. Fast jeder von Ihnen wird Sie bereits in der Hand gehalten haben beim Kartenspielen, aber wie funktioniert denn das Kartenlegen? Im Kartenbild liegt eine Personenkarte. Links und rechts von der Personenkarte liegen Ereignisse von Vergangenheit beziehungsweise der Zukunft. Über der Personenkarte liegen Personen, Dinge und Ereignisse, von denen der Fragesteller beherrscht wird.

Unter der Personenkarte sind die Personen, Dinge und Ereignisse ersichtlich, die hingegen der Fragesteller selbst beherrscht. Außer den Karten König, Dame und Bube gibt es keine Karten, die Personen darstellen. Je nach dem Zusammenhang kann jede Karte beim Kartenlegen mehrere Bedeutungen haben. Die Karo-Acht kann beispielsweise einen kleinen Geldbetrag, ein kleines Geschenk, aber auch eine günstige Neuigkeit oder eine gut verlaufende Unterredung anzeigen. Die jeweilige Deutung hängt selbstverständlich von der Intuition und der Erfahrung des Kartenlegers ab.

Zu guter Letzt möchten wir noch auf die Engelskarten als Variante vom Kartenlegen eingehen, die sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit erfreuen. Im Prinzip sind diese dem traditionellen Tarot entlehnt. Jede einzelne Karte stellt einen Engel dar, der eine spezielle Eigenschaft, Tugend oder Prinzip symbolisiert. Der Kartenleger bedient sich der Engelskarten als Medium, um darüber Engelsbotschaften zu erhalten. Beim Kartenlegen mittels der Engelskarten erhalten Sie Antworten auf die Fragen „Was soll ich tun, warum bin ich in dieser schwierigen Situation und was habe ich daraus zu lernen? Warum verhält sich ein bestimmter Mensch zu mir so und was geht in ihm vor?“. Durch das Kartenlegen mittels der Engelskarten erhalten Sie Einblicke darüber, in welche Richtung sich Ihre Situation hin entwickelt, Sie erhalten aber auch Klarheit darüber, welches Ihre individuellen Lernaufgaben im Hinblick auf Menschen und Situationen sind.

Durch das Kartenlegen mittels der Engelskarten kann Ihnen der Berater zeigen, welchen Teil Sie ganz persönlich dazu beitragen können, um eine schwierige Lebenssituationen zu bewältigen oder günstig zu beeinflussen. Wer an spirituellem Wachstum interessiert ist, dem können die Engelskarten in jedem Falle wertvolle Hinweise geben, um in seiner Bewusstseinsentwicklung weiterzukommen.

Kartenlegen ist bekanntlich „eine hohe Kunst“, die beim Kartenleger nicht nur die Kenntnis von verschiedenen Kartenbildern beziehungsweise Legemustern voraussetzt, sondern die vor allem eine gut ausgeprägte Medialität, Einfühlungsvermögen und langjährige Erfahrung erfordert, um präzise Deutungen hervorzubringen. Unsere erfahrenen Berater freuen sich bereits, Sie beim Kartenlegen von deren Können zu überzeugen und Ihnen zu Ihren speziellen Anliegen hilfreiche Informationen zu geben und Ihnen bei Ihren Problemen zu helfen. Wir wünschen Ihnen in jedem Falle viele hilfreiche Einsichten!